USt-IdNr. Prüfung in SAP – Auswirkungen des Brexits auf Stammdatenpflege und Prüfung

USt-IdNr. Prüfung in SAP – Auswirkungen des Brexits auf Stammdatenpflege und Prüfung

Zum 31.12.2020 hat das Vereinigte Königreich (UK) endgültig die EU verlassen. Dieses hat einschneidende Auswirkungen auf viele betroffene Geschäftsprozesse – und insbesondere auf Beziehungen zu Geschäftspartnern in Nordirland. Änderungen in der Abwicklung und den Dokumentationspflichten machen auch Anpassungen an den eingesetzten SAP Systemen erforderlich.

In diesem Beitrag möchte ich auf Änderungen im Rahmen einer USt-IdNr. Prüfung für Geschäftspartner aus UK und insbesondere Nordirland eingehen. Generelle Auswirkungen des Brexit auf Ihre SAP Landschaft und notwendige Maßnahmen haben wir Ihnen in einem früheren Blogbeitrag zusammengestellt.

Was bedeutet der Brexit für eine USt-IdNr. Prüfung?

Durch den Brexit hat Großbritannien die EU verlassen. Eine Prüfung der bisherigen USt-IdNr. (IDs mit dem Präfix GB*) ist daher seit dem 01.01.2021 nicht mehr möglich. Prüfdienste wie das Bundeszentralamt für Steuern in Deutschland lehnen entsprechende Prüfungen ab.

Gleichzeitig gelten aber Sonderregeln für Nordirland. Hier sind u. a. weiterhin steuerfreie Lieferungen möglich. Und damit besteht auch weiterhin eine Prüfpflicht für betroffene Umsatzsteueridentifikationsnummern. Dazu können Unternehmen eine gesonderte USt-IdNr. für Nordirland beantragen. Erkennbar am neuen Präfix XI* anstelle des bisherigen GB*. Diese ID kann künftig in allen relevanten Prozessen genutzt und auch über die bekannten Prüfdienste geprüft werden.

Was bedeutet dieses für die Nutzung in SAP?

SAP hat eine Reihe von OSS Hinweisen veröffentlicht, um die neuen, nordirischen IDs im System und den relevanten Prozessen zu unterstützen. Als Einstiegspunkt gilt hier der Brexit Sammelhinweis 2885225.

Besonderheit: Da es sich bei Nordirland nicht um ein eigenständiges Land handelt, sind die neuen IDs für Nordirland (XI*) in den SAP Stammdaten nicht im gleichen Feld wie zuvor zu hinterlegen. SAP hat hier im Debitor / Kreditor das neue Feld Steuernummer 6 geschaffen. Im SAP Geschäftspartner wird eine analoge Steuerkategorie GB6 ergänzt. Das bisherige Feld USt-IdNr., bzw. die Steuerkategorie GB0, werden für Nordirland nicht verwendet. Der oben genannte OSS Hinweis stellt die notwendigen Informationen bereit, um diese neuen Felder nutzen zu können.

Was ist zu tun für eine Prüfung der USt-IdNr. in SAP?

Wenn Sie unsere in SAP integrierte Lösung zur USt-IdNr. Prüfung oder eine selbstentwickelte Alternative einsetzen, müssen Sie sicherstellen, dass auch die neuen, nordirischen IDs geprüft werden und das Prüfergebnis protokolliert wird. D. h. auch Stammdaten mit IDs im neuen Feld Steuernummer 6 bzw. der Steuerkategorie GB6 sind zu prüfen.

Unsere NTT DATA Business Solutions USt-IdNr. Prüfung unterstützt diese Abwicklung ab Produktversion V4.1.1 oder höher. Ihre aktuell eingesetzte Produktversion können Sie direkt in der Lösung (Transaktion /n/IT011/UST) über den Info Button einsehen, oder zentral in der Transaktion /n/IT000/LM.

Sollte ihre Produktversion einen niedrigeren Stand aufweisen und Sie ein Update benötigen, öffnen Sie einfach ein Wartungs-Ticket über das NTT DATA Business Solutions Support Portal.

Kompetente Unterstützung

Bei Fragen oder Unterstützungsbedarf helfen wir Ihnen jederzeit gerne unter [email protected]

Sie nutzen bislang noch keine in SAP integrierte Lösung zur USt-IdNr. Prüfung?

Alle Details zu unserer Lösung finden Sie im itelligence AddStore.

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– von Daniel Ruth, Beratung / Consulting, NTT DATA Business Solutions AG –
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