Unconscious Biases in Unternehmen – und wie NTT DATA Business Solutions damit umgeht

Unconscious Biases in Unternehmen – und wie NTT DATA Business Solutions damit umgeht (Teil 2)

(5 min. Lesezeit)

Im ersten Teil des Blog-Beitrags zum Thema “Unconscious Biases” sprachen Dr. Sandrine El Sauaf, Global Head of Diversity & People Business Partner Headquarter, und Daniela Siekmann, Senior Specialist Controlling & Diversity Management, darüber was “Unconscious Biases” sind und wie sich diese auf den Arbeitsalltag der Betroffenen auswirken können. Dementsprechend ist es notwendig, dass sich Unternehmen, welche ihren Mitarbeitenden gleiche Chancen gewähren wollen, bewusst mit dem Thema Unconscious Biases auseinandersetzen, so dass Diskriminierung und auch unfaire Bevorzugung eingedämmt werden.

Im Folgenden erfahren Sie, welche konkreten Maßnahmen NTT DATA Business Solutions unternimmt, um mit Unconscious Biases im Arbeitsalltag umzugehen.

Wie geht NTT DATA Business Solutions mit Unconscious Biases um?

Dr. Sandrine El Sauaf: Unser Ziel ist es, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem sich alle Mitarbeitenden wertgeschätzt fühlen. Dazu gehört auch, unfaire Bevorzugung zu vermeiden, die durch Unconscious Biases, also unbewussten Denkmustern, entstehen kann. Daher vermitteln wir in allererster Linie den Mitarbeitenden, dass es das Phänomen der unbewussten Denkmuster überhaupt gibt und klären darüber auf, dass es nicht verwerflich ist, solche zu haben, solange wir uns dessen bewusst sind und unsere Denkmuster immer wieder hinterfragen. Dafür ist es wichtig eine Kultur zu schaffen, in der Unconscious Biases offen und vorwurfsfrei angesprochen werden. Der offene Umgang mit Unconscious Bias bietet uns allen die Gelegenheit daraus zu lernen, daher rücken wir den bewussten Umgang mit dem Thema in den Vordergrund.

Eine inklusive Sprache ist zudem ein Instrument, um sich von einigen dieser unbewussten Denkmuster zu lösen. Auch wenn es anfänglich nicht immer leicht ist, bestimmte Formulierungen durchgängig zu verwenden, so bietet inklusive Sprache die Möglichkeit, alle explizit mit anzusprechen und sich wertschätzend gegenüber allen Mitarbeitenden im Unternehmen zu verhalten.

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Daniela Siekmann: Außerdem bieten wir Schulungen zum Thema an, um Führungskräfte und Teams zu sensibilisieren. Im Rahmen unserer Unconscious-Biases-Trainings schärfen wir das Bewusstsein unserer Belegschaft dafür, typische Denkmuster zu erkennen, zu hinterfragen und Urteile nicht nur nach Bauchgefühl, sondern auch auf Faktenbasis zu fällen. So stärken wir die Teamarbeit und sorgen für eine bessere Entscheidungsfindung in unserem Unternehmen. Diese Sensibilisierung ist auch für unser HR-Team von großer Bedeutung, wenn es im Bewerbungsverfahren um die bewusste und faire Personalauswahl geht. Sonst besteht die Gefahr, vermehrt „Mini-Mes“ einzustellen.

Dr. Sandrine El Sauaf: Auch auf Beförderungen kann sich der von Daniela beschriebene „Mini-Me“- oder auch Homogenitätseffekt auswirken. Um das zu vermeiden, sind wir beispielsweise dabei, teamübergreifende Alignment-Runden für Beförderungen einzuführen. Diese helfen dabei, den Beförderungsprozess noch gerechter zu gestalten, da unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen und die Leistung von Mitarbeitenden teamübergreifend betrachtet und damit objektiver wird.

Wie wichtig Vielfalt für die Innovationsfähigkeit von Teams ist und wie wertschätzend mit Vielfalt umgegangen wird, vermitteln außerdem sogenannte „TetraMap“-Workshops. In diesen praxisorientierten Seminaren geht es darum, die eigenen Verhaltenspräferenzen sowie die unserer Mitmenschen kennenzulernen und dadurch mit Anderen durch bewussteres, wertschätzendes Verhalten erfolgreicher zu kommunizieren und zu interagieren. Hier wird sich der Naturmetapher bedient, um zu zeigen, dass gerade durch die unterschiedlichen Perspektiven Synergien entstehen und ein Mehrwert für Teams und deren Zusammenarbeit geschaffen werden kann.

Daniela Siekmann: Nicht zuletzt ist uns der Abbau geschlechtsspezifischer Denkmuster wichtig, die es häufig in der IT-Branche gibt. „More Women in Tech“ lautet unser Motto. Deshalb zeigen wir Erfolgsgeschichten von Mitarbeiterinnen, die in als männerdominiert geltenden Abteilungen beziehungsweise Positionen arbeiten. So leisten wir unseren Beitrag zur Stärkung und Förderung unserer Mitarbeiterinnen und positionieren uns gleichzeitig für potenzielle Bewerberinnen als attraktiver Arbeitgeber.

Zusammenfassung:

Das Gespräch mit Dr. Sandrine El Sauaf und Daniela Siekmann zeigt, dass wir alle automatisch produzierten und unbewussten Denkmustern unterliegen. Daher ist eine bewusste Auseinandersetzung mit diesen essenziell, um Effekte wie Diskriminierung oder Bevorzugung vorzubeugen. In Einstellungsprozessen und Beförderungen kann es bei Nichtbeachtung unserer Unconscious Biases beispielsweise zu dem sogenannten Halo-Effekt oder Mini-Me Effekt kommen. Beides führt dazu, dass Personen nicht aufgrund ihrer Qualifikation, sondern aufgrund ihrer persönlichen Eigenschaften, wie dem Geschlecht, der Optik, dem sozialen Status oder der Charakterzüge, eingestellt oder befördert werden oder auch nicht. NTT DATA Business Solutions ist sich dieser möglichen Effekte bewusst und möchte mit einem Maßnahmen-Paket bestehend aus Aufklärungsarbeit, Schaffung einer offenen und vorwurfsfreien Unternehmenskultur, Führungskräfte-Schulungen, teamübergreifenden Alignment-Runden, TetraMap-Workshops und Kampagnen, wie der „Women in Tech“-Serie, sensibilisieren.

Erfahren Sie mehr darüber, was NTT DATA Business Solutions unternimmt, um eine gleichberechtigte Arbeitskultur zu fördern:

Diversity-Seite anschauen!

1. Teil verpasst? Lesen Sie den 1. Teil des Interviews:

1. Teil des Interviews lesen

Sandrine El Sauaf
Sandrine El Sauaf
Global Head of Diversity & People Business Partner Headquarter

Dr. Sandrine El Sauaf joined NTT DATA Business Solutions as Executive Assistant to the Board in 2017. While in this function she was able to participate in our internal businesswomen’s network from the very start. Since Diversity has always been an important topic for Sandrine, she loves to see how the women’s network evolved over the last years and grew into a diversity network which is now an inherent part of our organizational structure. In her current role as Global Head of Diversity & People Business Partner for the HQ, she has the chance to adjust and redefine processes, policies, and programs within NTT DATA Business Solutions. Thereby, Sandrine helps to strengthen the company culture which focuses on belonging and where everyone gets the chance to shine.

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