Sind wir schon da? EWM im dezentralen oder embededd Deployment auf einer Basis Technologie

Sind wir schon da? – Wer kennt die Frage bei längeren Reisen nicht? Was ich an dieser Stelle schon einmal vorwegnehmen kann ist, dass das angekündigte neue Release jetzt da ist. Dieses neue Release war bereits fester Bestandteil in einigen meiner letzten Blogbeiträgen zum Thema EWM. Tatsächlich ist es nun wieder so weit. Die SAP hat Ende September das neueste SAP S/4HANA Release mit Stand 1909 für On-Premise-Systeme ausgeliefert. Damit ist nun auch der Schritt in Richtung einheitliche Basis für das EWM endgültig vollzogen. Auch wenn es mit dem letzten FSP2 auf dem 1809er Release schon möglich war, ist die „Dezentralisierung“ des embedded EWM nun noch einmal deutlich erweitert worden. Wenn Sie heute ein neues dezentrales EWM Projekt beginnen, würden Sie nur noch mit dem SAP S/4HANA embedded EWM als dezentrales EWM Deployment starten. Damit nutzen Sie als Softwarebasis das SAP S/4HANA-System und nicht wie in älteren Release-Ständen im EWM eine SCM oder Netweaver Basis. Neben der Realisierung neuer Funktionserweiterungen des EWM-Scopes wurden auf Grund der neuen Basis, auch wesentlichen Punkte an den Schnittstellen verändert.

Das sind die neuen Funktionen des EWM:

  • Die Abwicklung von Routenzügen in der Produktionsversorgung
  • Die Kanban-Abwicklung wurde erweitert
  • Neue und erweiterte FIORI Apps stehen für die Arbeit im Lager bereit
  • Erweiterte Replizierung von QM- und Verpackungsinformationen
  • Einige Anforderungen aus dem Customer Connection Programms wurden umgesetzt, wie z.B. die Nutzung der SD Lieferungs-ID auch im EWM oder neue Sortierkriterien im SCWM Monitor

Eine Handvoll großer und kleinerer Erweiterungen, die verdeutlichen, dass die Nachrichten der User auch in der Produktentwicklung angekommen sind. Neben den Erweiterungen werfen wir jetzt einen Blick auf die technischen Veränderungen der Schnittstellen. Mit der Abkehr vom SCM-System ist auch die CIF Schnittstelle nicht mehr zukunftsfähig. Die bisher genutzten Schnittstellen CIF und q-RFC werden zukünftig durch den bewährten und stabilen Weg der IDOCs ersetzt. Die Fokussierung auf SAP S/4HANA als Basis, der Ersatz des dezentralen EWM durch das „embedded“ EWM als dezentrales, lässt mich zurück zu meiner anfangs gestellten Frage kommen.

Die Antwort: Ja – wir sind erst einmal angekommen!

Einheitliche Basis, einheitliche Releasezyklen und zukünftig keine wesentlichen Funktionsunterschiede zwischen embedded und dezentralen EWM Systemen. Stückchenweise wird das System erweitert und so sind in der Roadmap für 2020 die nächsten Features bereits benannt. Ich persönlich freue mich beispielsweise auf eine JIT Bereitstellung in der Produktion, harmonisierte Serialnummern-Profile, neuen QM Integrationsszenarien sowie auf neue FIORI Apps und erweiterte Analytik-Funktionen für das EWM.

Wie immer ist das Ziel: Das richtige Material, in der richtigen Menge, mit der richtigen Qualität zur richtigen Zeit und optimalen Kosten am richtigen Ort zu Verfügung zu stellen.

Sie haben Fragen? Kontaktieren Sie mich gern.

– von Mersun Sezer, Head of Center of Excellence Advanced Logistics – Warehouse & Transportation, NTT DATA Business Solutions AG –
E-Mail: [email protected]

 

Mersun Sezer
Mersun Sezer
Head of CoE Advanced Logistics Warehouse & Transportation, NTT DATA Business Solutions AG

Since 2001, Mersun Sezer has been working in the field of logistics consulting, initially with a focus on logistics in online commerce. From the first project, he has been specialized on SAP solutions for Materials Management, Warehouse Management, and Auto ID Solutions. In recent years, Mersun Sezer has begun to focus more and more on solutions in the Supply Chain Execution environment. Today, amongst other things, he is as Head of CoE Advanced Logistics responsible for all Warehouse and Transportation topics at NTT DATA Business Solutions Germany.

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