Menschen integrieren verschiedene Applikationen und Tools für ihr Unternehmen

Integrationsmanagement: Für eine performante Unternehmensarchitektur

Noch vor wenigen Jahren war es vergleichsweise einfach: Unternehmen hatten ein ERP-System im Einsatz, das den Großteil aller Geschäftsprozesse abdeckte. Wo Lücken bestanden, wurden Add-ons ergänzt, die spezifisch auf das jeweilige ERP-System ausgerichtet waren. Und hier und da gab es ein paar Spezialanwendungen – entweder vom Anbieter des ERP-System oder als Third-Party-Lösung. Insgesamt war die IT-bezogene Unternehmensarchitektur ziemlich übersichtlich. Zwar war immer auch Integration notwendig – diese hielt sich aber in Grenzen.

Fragmentierte Unternehmensarchitektur

Die Zeiten sind jedoch vorbei. In fast jedem Unternehmen ist die Anzahl an Applikationen im Zuge der Digitalisierung rasant gestiegen und die Architektur ist wesentlich fragmentierter. Das liegt vor allem daran, dass in immer kürzeren Abständen neue Hardware- und Software-Innovationen auf den Markt kommen, mit deren Hilfe sich Prozesse weiter automatisieren lassen, die in Produkten und Services verbaut werden und mit deren Hilfe sich neue Geschäftsmodelle etablieren lassen. Natürlich wollen Unternehmen dieses Potenzial nutzen – und tatsächlich müssen sie das auch, um künftig erfolgreich zu sein. Die bislang dominierenden Anbieter versuchen aktuell, bei möglichst vielen der Entwicklungen dabei zu sein. In allen Fällen kann das aber nicht gelingen. SAP spricht vor diesem Hintergrund vom Intelligent Enterprise, das eine Vielzahl von Technologien nutzt. Mit SAP S/4HANA als dem digitalen Kern!

Hinzu kommt, dass Anwendungen nicht mehr zwangsläufig auf der eigenen Infrastruktur laufen. Nachdem Unternehmen noch vor rund zehn Jahren sehr zurückhaltend waren, haben sie den Benefit von Cloud-Diensten mittlerweile erkannt und nutzen diese gerne. In Summe entstehen so nach und nach äußerst leistungsfähige und gleichzeitig äußerst komplexe Architekturen. Damit diese optimal funktionieren, kommt es mehr denn je auf eine solide Integration an: damit Geschäftsprozesse ineinandergreifen, Applikationen (und Devices) zusammenarbeiten und Daten ungehindert fließen. Ohne ein fundiertes Integrationsmanagement lässt sich das nicht erreichen.

 

Integrationstrategie: Governance, Muster und Technologie

Ausgangspunkt ist dabei eine verbindliche Integrationsstrategie, die grundsätzlich festlegt, wie Integration in einem Unternehmen erfolgen soll. Drei Eckpfeiler sind dabei zentral:

  • Integrations-Governance

Die Integration von Applikationen ist weit mehr als ein technologisches Thema. Tatsächlich geht es zunächst darum, sich über die Organisation und die Prozesse zu verständigen. Die Integrations-Governance formuliert dabei sozusagen die Spielregeln dafür, wie eine orchestrierte, also aufeinander abgestimmte, Integration aussehen kann. Sie behandelt integrationsrelevante Regeln und Methoden, die definiert werden müssen, um ein standardisiertes Vorgehen in Entwicklung und Betrieb von Schnittstellen zu ermöglichen.

  • Integrationsmuster

Ebenfalls elementar ist die Entscheidung für ein Integrationsmusters. Dieses beschreibt die grundsätzlichen Dimensionen der Kommunikation zwischen Anwendungen. Dazu gehören unter anderem der Integrationsstil (zum Beispiel File Transfer, Messaging oder Remote Procedure Invocation), die Nachrichtenstruktur (zum Beispiel Command Message, Document Message oder Event Message) und die Nachrichtenendpunkte (zum Beispiel Messaging Gateway, Transactional Client oder Message Dispatcher).

  • Integrationstechnologie

Abhängig vom Integrationsmuster lässt sich schließlich eine Integrationstechnologie auswählen. Dabei bietet es sich an, schon vor der Zuordnung eine Auswahl von infrage kommenden Technologien beziehungsweise Technologieplattformen zu treffen. Hierzu sind zwei Ansätze hilfreich: Entweder können die vorhandenen Integrationsfähigkeiten (z.B. Kompetenzen der Mitarbeitenden) und Integrationslösungen evaluiert werden. Oder es wird, basierend auf den zuvor definierten Use Cases, eine Softwareevaluierung von möglichen Integrationstechnologien durchgeführt.

Strukturiertes Vorgehen

Nach unserer Erfahrung empfiehlt es sich, eine solche Integrationsstrategie entlang eines strukturierten Vorgehens zu entwickeln. Wir haben dafür in unserem Bereich Enterprise Integration unseren Integration-Advisory-Ansatz entwickelt, der sich an die Integration Solution Advisory Methodology (ISA-M) von SAP anlehnt. Vorteilhaft dabei: ISA-M ist technologieagnostisch ausgelegt – kann also in Bezug auf SAP- und Non-SAP-Technologien genutzt werden.

Konkretisieren lässt sich die Strategie, indem daraus eine Soll-Integrationsarchitektur abgeleitet wird. Zu einem strukturierten Vorgehen gehört in diesem Zusammenhang dann auch, die Ist-Integrationsarchitektur zu erfassen und zu analysieren. Erst das ermöglicht es, das bestehende Gap zu identifizieren und Maßnahmen zu formulieren, um dieses zu schließen.

All das ist als Initialisierung eines fundierten Integrationsmanagements zu verstehen. Damit Unternehmen die Integration von Applikationen dauerhaft erfolgreich durchführen, sollten die einmal festgelegten Dimensionen der Strategie regelmäßig überprüft und gegebenenfalls angepasst werden. Wie NTT DATA Business Solutions Sie bei all dem unterstützt, erfahren Sie in unserem Solution Brief. So sorgen Sie verlässlich für eine effektive und effiziente Integration:

  • Sie stellen sicher, dass alle Geschäftsprozesse, Applikationen und Daten optimal zusammenspielen.
  • Sie minimieren die Prozesskosten bei der Durchführung einer Integration.
  • Sie erhöhen die Flexibilität der integrierten Prozesse
  • Sie reduzieren die Redundanzen durch Wiederverwendung von Services und Schnittstellenobjekten

 

 

PS: Schauen Sie sich auch gern unsere unsere OnDemand-Webinare zum Thema an!

Teil 1: Konsolidierung statt Stückwerk: So entsteht eine Roadmap für Ihre IT-Strategie
Teil 2: Enterprise Integration: Ihr Weg von der SAP Process Orchestration zu SAP Cloud Integration
Teil 3: Business Integration mit maßgeschneiderten Integrationslösungen der NTT DATA Business Solutions

Martin Tieves
Martin Tieves
Integration Architect / Head of Center of Excellence Process & Data Integration Consulting Services - Platforms & Integration

Martin Tieves is an integration architect with a focus on on the integration of systems within hybrid IT landscapes and is responsible for the Integration Advisory area. His main areas of expertise include the integration of SAP and non-SAP systems as well as the conception and implementation of process- & event-oriented architectures. event-driven architectures. In his role, he supports customers in process mapping, the development of solutions with SAP technologies, and their implementation. Martin Tieves studied business informatics and has already gained extensive knowledge with the integration products SAP Process Integration and Orchestration, SAP Enterprise Messaging and SAP Cloud Integration during his professional career.

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