Fertigungsindustrie: Warum die Cloud immer beliebter wird

Turnschuhe mit dem Foto des eigenen Hundes oder ein Sofa in perfekter Farbe und Form: Kunden verlangen von ihren Lieferanten immer öfter individuelle Produkte. Bislang kannten wir diese Anforderungen aus B2C Beziehungen. Allerdings finden wir diese Anforderungen entsprechend immer mehr im B2B Umfeld. Die diskrete Fertigung muss alle Unternehmensprozesse danach ausrichten – und hier stößt die alte ERP-Lösung häufig an ihre Grenzen. Viele Unternehmen entscheiden sich daher für IT-Lösungen aus der Cloud.

Der Kunde ist König. Was früher ein geflügeltes Wort war, ist bei den erfolgreichsten Unternehmen im Markt inzwischen tatsächlich so. Sie richten ihre Abläufe und ihre Strategien komplett nach den Kunden aus. Die Frage ist nicht mehr: „Welche Produkte können wir mit unserem Know-how gut herstellen und vertreiben?“ Sondern: „Was will der Kunde und wie schaffen wir es, ihm das zu geben, was er will?“ Wer in absehbarer Zeit nicht in der Lage ist, Produkte kundenindividuell herzustellen und die Kundenwünsche in jeglicher Hinsicht zu erfüllen, könnte im Markt schnell abgehängt werden.

Doch so einfach wie es klingt, ist die individuelle Fertigung nicht. Je nach Produkt können Millionen verschiedener Varianten zusammenkommen. Das ist nicht nur für den Vertrieb und die Lagerhaltung schwierig zu planen, sondern betrifft jede Abteilung des Unternehmens – von der Beschaffung bis zum Controlling. Eine schnelle, einheitliche Datenverarbeitung und enorme Rechenleistungen der Serverlandschaften sind hier ebenso wichtig, wie ein lernendes System, welches den Nutzer führen kann. Das ist auch einer der Gründe, warum viele Fertigungsunternehmen sich bei ihrem ERP-System für SAP S/4HANA Cloud entscheiden. Die Daten sind in einem Hochsicherheitsrechenzentrum ausgelagert, das direkt von SAP gepflegt wird. Große interne Server sind nicht nötig.

Cloud-Lösung passt sich den Markveränderungen an

Die Cloud-Lösungen können innerhalb von zehn Wochen eingeführt werden und mögliche Störungen im Unternehmensablauf während der Implementierungsphase sind deutlich geringer und von kürzerer Dauer als bei klassischen ERP-Projekten. Doch der Hauptvorteil liegt in den regelmäßigen Updates: Immer wieder passt sich die Lösung an veränderte Marktumstände an und liefert automatisch neue Funktionalitäten. Dies geschieht automatisch und sorgt dafür, dass konstant der neueste Funktionsumfang zur Verfügung steht. Ob neue Tools oder wichtige Anforderungen. Dazu reduziert es den jährlich anfallenden Testaufwand.

Aktuell wurde in SAP S/4HANA Cloud beispielsweise ein Co-Pilot integriert: Dieses Tool funktioniert wie eine kleine Chatmaske mit Sprach- und Tastatursteuerung. Egal, welche Frage der Anwender hat, das System entscheidet mithilfe des Co-Piloten selbst, welche Transaktion oder App hilfreich ist. Möglich machen das umfassende Machine-Learning-Funktionalitäten im Hintergrund. Ein Mitarbeiter sucht beispielsweise ein historisches Angebot an den Kunden, das seinem aktuellen ähnelt. Statt sich durch endlose Ordnerstrukturen zu wühlen, sagt er seinem Co-Piloten einfach, dass er ein vergleichbares Angebot anzeigen soll.

Machine Learning im ERP-System

Ähnlich funktioniert auch die Produktionsplanung: Das System bezieht in seine Berechnungen vergangene Erfahrungen mit ein, wodurch genauere Kalkulationen möglich sind – und Unternehmen Kosten sparen. Aber auch wenn ein Kunde im Service anruft, bekommt der Kundenberater schnell Vorschläge, wie anderen Kunden in der gleichen Situation geholfen wurde, denn das System vergleicht im Hintergrund die historischen Daten.

Machine Learning und Artifical Intelligence erhalten mehr und mehr Einzug in hochwertige IT-Lösungen. Wer nicht abgehängt werden will, kommt daran nicht vorbei. Doch wie sieht es mit kommenden Entwicklungen aus? Noch nie war der technologische Fortschritt so schnell wie derzeit.

Mit einer Cloud-Lösung halten Sie Schritt und haben immer eine gute, technologische Basis für kommende Entwicklungen. Da Wartung und Basis-Tätigkeiten entfallen werden Freiräume für Innovationen geschaffen oder dem Fachkräftemangel vorgebeugt. Zusätzliche Applikationen, die Sie für Ihre spezifischen Produkte oder Services benötigen, binden Sie einfach an Ihre Cloud-Lösung an. Der ERP-Kern kann somit kundenspezifisch ergänzt oder erweitert werden, um zum gewünschten Funktionsumfang zu gelangen. Dies ist ein großer Unterschied zur „alten Welt“ und Sie gewinnen an Flexibilität, die Ihren Kunden und Ihrem Unternehmen zugutekommt.

– von Ulrich Kreitz, Head of SAP ERP Cloud Business, intelligence AG –
E-Mail: [email protected]

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Ulrich Kreitz
Ulrich Kreitz
Head of ERP Cloud Business

Ulrich Kreitz started his professional life as a mechanical engineer in the automotive environment in 2003. Since 2007 he has been working as an SAP consultant and since 2011 he is responsible for the NTT DATA Business Solutions process consulting team. NTT DATA Business Solutions’ present-day project and process consulting methods have been substantially influenced by Ulrich Kreitz. One of his focal points is the project lead of complex ERP implementation projects in the large enterprise environment. His projects have been awarded with the SAP Quality Award Gold and the NTT Data SE Grand Award. Since 2017, Ulrich Kreitz has been responsible for the ERP Cloud business at NTT DATA Business Solutions Germany. That means, the products SAP S/4HANA Cloud and SAP Business ByDesign fall in his area of competence.

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