Blogreihe: Digital Supply Chain mit KI

Zukunft der Digital Supply Chain mit Künstlicher Intelligenz

Die Zukunft der Supply Chain ist nicht länger Vision, sondern Realität: Autonome Agenten analysieren Daten in Sekunden, treffen Entscheidungen und stoßen Aktionen eigenständig an. Echtzeitdaten aus Maschinen, Fahrzeugen und Sensoren verwandeln Lieferketten in lebendige, vernetzte Systeme. In unserer Blogreihe zeigen wir, wie NTT DATA Business Solutions KI heute schon in der Digital Supply Chain umsetzt – praxisnah, integriert und bereit für die Herausforderungen von morgen. Entdecken Sie, warum die Frage nicht mehr lautet ob, sondern nur noch wann Sie diesen Wandel gestalten.

Stefan Maier | Juli 9, 2025 | 3 Min.
KI in der Supply Chain

Agenten übernehmen. Nicht in ferner Zukunft – sondern jetzt. In der Digital Supply Chain analysieren autonome KI-Systeme riesige Datenmengen in Sekunden, treffen Entscheidungen und leiten Aktionen ohne menschliches Zutun ein. Sensoren in Maschinen, Fahrzeugen und vernetzten Produkten liefern in Echtzeit präzise Informationen aus der physischen Welt. Agenten reagieren sofort – sie verhandeln Liefertermine, optimieren Lagerbestände, umgehen Störungen. KI wird nicht nur digital, sondern auch physisch greifbar: Roboter, Fahrzeuge und Anlagen werden zu handelnden Einheiten im Netzwerk. Die Supply Chain wird zu einem lebendigen System – intelligent, vernetzt, selbstorganisierend.

Solche Visionen teilen heute viele führende Tech-CEOs wie Satya Nadella, Christian Klein oder Jensen Huang. Auch wir bei NTT DATA Business Solutions sehen darin eine große Chance – für uns und unsere Kunden. Wir sind überzeugt: Der Wandel gelingt nur im Zusammenspiel von Mensch, digitaler Intelligenz und physischer Technologie. Und er hat längst begonnen. In dieser Blogreihe erfahren Sie, wie wir Künstliche Intelligenz bereits heute in der Digital Supply Chain einsetzen – und warum der Wandel keine Frage des Ob, sondern nur des Wann ist.

Die Entwicklung generativer KI reicht von Chatbots wie ChatGPT über unternehmensspezifische Copilots bis hin zu autonomen Agenten, die sogar Agent-zu-Agent kommunizieren. Copilots assistieren, Agenten handeln eigenständig. Doch wie sieht das konkret aus?

Intelligenter Wareneingang: KI-gestützte Automatisierung vom Werkstor bis ins Lager

Der Wareneingang bietet enormes Potenzial für KI-gestützte Prozessoptimierung. Vom Eintreffen des LKWs bis zur Einlagerung der Ware lässt sich der gesamte Ablauf schrittweise automatisieren: Kennzeichenerkennung (ANPR) ermöglicht die automatische Zufahrt, Lieferdokumente werden per OCR und LLM erfasst und direkt im System verbucht. Fahrer erhalten mehrsprachige Navigation auf dem Gelände – generiert durch KI. Bilderkennungsalgorithmen erfassen Ladungsträger sowie alle relevanten Informationen vom Lieferantenlabel und verbuchen diese automatisch im System. Dabei steht nicht die Standalone-KI-Lösung im Fokus, sondern die nahtlose Integration in bestehende System- und Prozesslandschaften. Mitarbeitende werden gezielt bei manuellen Tätigkeiten entlastet – doch ihre Erfahrung bleibt unverzichtbar. Human in the Loop (HITL) bleibt ein zentraler Baustein für Qualität und Prozesssicherheit.

Intelligente Unterstützung auf dem Shopfloor – der Manufacturing Copilot

Auf dem Shopfloor fehlt oft die nötige Transparenz: Informationen sind über Montagebereiche, Arbeitsplätze und Systeme hinweg verteilt. Das erschwert Abläufe, verlangsamt Prozesse und beeinträchtigt die Qualität. Eine optimierte Darstellung aller prozessrelevanten Informationen in der gewohnten SAP-Fiori-Oberfläche – direkt am Arbeitsplatz des Werkers – sorgt hier für Klarheit. Darauf aufbauend unterstützt ein intelligenter, multimodaler Copilot Werker aktiv bei ihrer Arbeit – sprachgesteuert, kontextbezogen und vollständig integriert in die Systemlandschaft. Dabei kommen die leistungsfähigsten AI Services von Microsoft zum Einsatz. Der Copilot entlastet Fachkräfte, verbessert die Entscheidungsfindung und hebt die Nutzererfahrung auf ein neues Niveau. Das Szenario ist flexibel erweiterbar – z. B. durch Augmented Reality – und übertragbar auf weitere produktionsnahe Einsatzbereiche.

Agent-zu-Agent-Kollaboration zwischen Procurement und Supply Chain

In modernen Unternehmen sind Einkaufs- und Lieferkettenprozesse eng miteinander verknüpft. Dennoch führen isolierte Systeme und manuelle Abstimmungen häufig zu Verzögerungen und Ineffizienzen. Mit SAP Joule Agents und dem Agent2Agent (A2A) Protokoll wird eine nahtlose, automatisierte Zusammenarbeit zwischen Procurement- und Supply-Chain-Agenten möglich.

Beispielsweise kann ein Procurement-Agent, der einen Engpass bei einem kritischen Bauteil erkennt, automatisch einen Supply-Chain-Agenten informieren. Dieser prüft in Echtzeit alternative Lieferanten, bewertet Lagerbestände und passt Produktionspläne entsprechend an.

Diese Art der intelligenten Agenteninteraktion basiert auf dem SAP Business Data Cloud und dem SAP Knowledge Graph, wodurch Entscheidungen stets im Kontext aktueller Geschäftsdaten getroffen werden. Die Integration des A2A-Protokolls ermöglicht es, dass Agenten verschiedener Systeme und Anbieter sicher und effizient miteinander kommunizieren.

Auch wenn dieses Szenario noch in der Entwicklung steckt, zeigt es klar: Die Zukunft liegt in intelligenten, selbstständig agierenden Systemen, die über Fachbereichsgrenzen hinweg zusammenarbeiten – für mehr Effizienz, Resilienz und Geschwindigkeit in der Supply Chain.

Bleiben Sie dran für weitere spannende Use Cases in unserer Blogreihe – oder erleben Sie die Zukunft live und virtuell beim Digital Supply Chain Day 2025 am 09. September!

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Stefan Maier

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Lead AI Incubator, Innovation & Portfolio Management

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