Blogreihe: ERP im Mittelstand

Neues ERP-System für den technischen Großhändler Haberkorn

Nach mehreren erfolgreichen Mergern in den vergangenen Jahren war die Haberkorn GmbH massiv gewachsen. Noch arbeiteten die ehemals selbstständigen Unternehmen mit ihren alten ERP-Systemen, doch diese sollten für eine bessere Transparenz und Kosteneffizienz durch ein gemeinsames Cloud-ERP abgelöst werden.

Wie Haberkorn seinen Auswahlprozess organisierte, warum die Entscheidung für S/4HANA, Private Cloud, fiel und welche Learnings das Unternehmen anderen für eine erfolgreiche ERP-Neueinführung mitgeben möchte.

Das Unternehmen

Haberkorn ist ein Großhändler, der technische Produkte vor allem für die Industrie und Bauunternehmen vertreibt. Es ist mit 30 Niederlassungen in 10 Ländern vertreten. Kernmärkte des Unternehmens sind Österreich, Deutschland und die Schweiz. Insgesamt arbeiten rund 2500 Mitarbeiter für Haberkorn und erwirtschaften 802 Euro Jahresumsatz (2024).

Ausgangssituation & Ziele

Seit 2016 befindet sich Haberkorn auf einem klaren Expansionskurs. Mit Übernahmen von mehreren Firmen in Deutschland hat das Unternehmen seine Marktposition hierzulande massiv ausgebaut.

Jedes Unternehmen verfügte über ein eigenes, allerdings meist veraltetes ERP-System. Damit die Firmen optimal zusammenwachsen, sollte ein neues, zukunftsfähiges ERP-System in der gesamten Unternehmensgruppe ausgerollt werden.

Vom Auswahlverfahren bis zum GoLive – Die Haberkorn GmbH berichtet von der SAP Cloud-ERP-Einführung
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Was spricht für ein Cloud-ERP und welches Cloud-Modell passt für Sie?

Betriebsmodell: Warum Haberkorn auf die Private Cloud setzt

Vor der Entscheidung für einen ERP-Anbieter setzte sich Haberkorn intensiv mit den Vor- und Nachteilen der unterschiedlichen Betriebsmodelle auseinander.

Ein zentraler Entscheidungsfaktor waren die Anpassungsmöglichkeiten: Während On-Premise-Lösungen volle Kontrolle ermöglichen, nimmt die Einflussmöglichkeit bei Private Cloud und Public Cloud jeweils ab. Da es in Haberkorns Geschäftsmodell jedoch essenziell ist, sich auf die Prozesse und Wünsche der Kunden einzustellen, sind Anpassungen am ERP-System zwingend notwendig.

Da Haberkorn nicht auf die Vorteile der Cloud mit ihrer Kosteneffizienz und einfachen Skalierbarkeit verzichten wollte, fiel die Entscheidung für ein ERP in der Private Cloud. So wäre der interne IT-Aufwand zwar etwas höher als bei einer Public Cloud, allerdings behält das Unternehmen Gestaltungsfreiheit: Update-Termine lassen sich beispielsweise besser an interne IT-Projekte anpassen, automatische Softwareupgrades finden nicht statt.

SAP überzeugt als ERP-Anbieter in den wichtigsten Dimensionen

Die Entscheidung für das neue ERP-System soll für Jahrzehnte Bestand haben. Daher nahm sich Haberkorn mehrere Monate Zeit für den Auswahlprozess. Der Anforderungskatalog an das neue System war lang. Letztlich lassen sich die Kriterien aber in drei Entscheidungsdimensionen zusammenfassen:

  1. System: Hat sich das System am Markt bewährt und bietet es Investitionssicherheit? Existiert ein großes Ökosystem potenzieller Dienstleister? Entspricht der Funktionsumfang aktuellen Standards und passt er zu den unternehmensindividuellen Anforderungen?
  2. Technologie: Auf welcher Technologiebasis arbeitet das ERP? Wie umfassend kann das System angepasst werden und sind die Anpassungen einfach und upgradesicher umsetzbar?
  3. Look & Feel: Entspricht das Design der Anwenderoberflächen aktuellen Nutzerwünschen? Ist die Navigation intuitiv?

Die Unternehmensgröße von rund 2500 Mitarbeitern reduzierte die Zahl der potenziellen ERP-Systeme. Zuletzt fiel die Entscheidung zwischen Microsoft und SAP.

Aus Sicht von Haberkorn erfüllt SAP mit S/4HANA die Anforderungen in allen drei Entscheidungsdimensionen am besten: Das System ist etabliert, wird kontinuierlich weiterentwickelt und bietet alle wichtigen Funktionen bereits im Standard. Es gibt viele Mitarbeiter und Dienstleister mit aktuellem SAP-Knowhow. Und nicht zuletzt überzeugte SAP mit einer nachvollziehbaren Preiskalkulation. Stefanie Stiefel, Leiterin IT: „Wir haben uns nicht für den billigsten Anbieter entschieden, sondern für das Angebot, das wirtschaftlich am vernünftigsten war.“

Ein optimierter Prozess für die S/4HANA Private-Cloud-Einführung? Lernen Sie RISE with SAP kennen.

Die Wahl des Implementierungspartners

Für die beiden favorisierten ERP-Systeme wurden jeweils zwei potenzielle Implementierungspartner in die engere Wahl gezogen. Als Teil des Ausschreibungsprozesses bat Haberkorn die Beratungshäuser, Machbarkeitsstudien für zwei geschäftskritische Use Cases zu erarbeiten. So konnte sich das Projektteam einen ersten Eindruck verschaffen, wie die Partner arbeiten und ob sie die Anforderungen richtig verstehen.

Nach der Präsentation der Use Cases, Sichtung der Angebote und Einholung von Referenzen gab Haberkorn NTT DATA Business Solutions den Zuschlag für die Zusammenarbeit.

Flaggen NTT DATA Business Solutions und SAP

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Warum NTT DATA Business Solutions?

NTT DATA Business Solutions bringt Branchenerfahrung im Großhandel mit, die wegen des damit verbundenen Prozessverständnisses für den Projekterfolg von Haberkorn entscheidend war.

Dass wir eine der führenden SAP-Beratungen im DACH-Raum sind, stärkte das Vertrauen der IT-Leitung. Denn so können wir eine langfristig stabile Begleitung gewährleisten – nicht nur im ERP-Einführungsprojekt, sondern auch für zukünftige Projekte in den nächsten Jahren.

Nicht zuletzt spielten aber auch softe Faktoren eine Rolle – etwa das hohe Engagement des Managements auf Seiten NTT DATA Business Solutions, die Professionalität in der Vertragserstellung und die Kommunikation während des Ausschreibungsprozesses.

Lessons Learned

Was sollten Unternehmen beim Auswahlprozess eines neuen ERP-Systems beachten? 5 Tipps von Stefanie Stiefel, IT-Leitung bei Haberkorn: 

  1. Strategische Priorität: Ein ERP-Systemwechsel sollte zu den Top-Unternehmensstrategieprojekten gehören. Es braucht die volle Unterstützung von Vorstand und Geschäftsführung, um das Projekt mit den notwendigen Ressourcen auszustatten und die Unterstützung der Fachbereiche zu gewinnen. Die Priorität des Projekts sollte für alle im Unternehmen sichtbar sein.
  2. Führungskräfte als Process Owner: Hochrangige Führungskräfte der Fachbereiche haben ein Eigeninteresse daran, dass der ERP-Wechsel ihre Prozesse optimiert, und werden die neuen Prozesse engagiert mitgestalten. Gleichzeitig fällt es so leichter, Key User aus den Fachbereichen zu gewinnen.
  3. Team statt Einzelkämpfer: Installieren Sie ein Projektleitungsteam, um Stillstände zu vermeiden, wenn Einzelne krankheitsbedingt oder durch Urlaub abwesend sind. Im Idealfall verfügt das Leitungsteam über Erfahrungen im neuen System, um mit Implementierungspartnern auf Augenhöhe zu kommunizieren und Empfehlungen kritisch zu reflektieren.
  4. Qualität und Transparenz: Die Qualität des Projektmanagements entscheidet über den Erfolg des Go-Lives. Stellen Sie Transparenz über den Fortschritt her, indem Sie Tools wie SAP Cloud ALM und MS Teams nutzen und allen Beteiligten Zugriff geben. Transparenz ist die Basis für konsequentes, verlässliches Projektmanagement.
Jens Claes

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Jens Claes

Director Sales, Net New Names North

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