Schade um die schönen Informationen: Produktionsanlagen in der fertigenden Industrie spucken heute massenweise wertvolle Prozessdaten aus. Diese könnte man nutzen, um sie mit Unternehmensdaten abzugleichen, Qualitätsprobleme rückwirkend zu analysieren und dadurch die Produktion nachhaltig zu verbessern.
Leider geschieht dies allzu häufig noch nicht. Sondern die Produktionsdaten werden nur unzureichend erfasst, nicht langfristig gespeichert und bleiben daher ungenutzt. Wie in der Folge auch das ganze Potenzial von Industrie 4.0 und Data Analytics.
Das muss nicht so sein, denn die Technologien sind längst vorhanden. Eine Data-Intelligence-Plattform als zentrale Datendrehscheibe ist die Lösung. Über sie laufen automatisiertes Reporting, Analyse und Optimierung von Produktionsprozessen über alle Produktionsschritte und Datensysteme. Auf dieser Basis lassen sich dann verschiedenste Use Cases umsetzen, wie ein Projekt von NTT DATA Business Solutions und Device Insight beim Getränkehersteller Gerolsteiner zeigt. Für die dortige Plattform wurden Microsoft Azure, SAP, Databricks und das IoT-Framework CENTERSIGHT scale von Device Insight im Sinne einer „Best-of-Breed“-Architektur kombiniert.
Was tut eine solche Plattform? Im ersten Schritt vereint sie Maschinen-, Anlagen- und betriebswirtschaftliche Daten. So entsteht eine neue Datenbasis, die man konkret nutzen kann: zur vorausschauenden Produktionsplanung, für automatisiertes Leergutmanagement oder effiziente Reinigungsprozesse. Durch transparente Daten und fundierte Analysen lassen sich Produktionsprozesse flexibel steuern und optimieren. Technische und prozessuale Herausforderungen werden frühzeitig erkannt, was eine vorausschauende Planung von Produktion, Lagerung und Logistik ermöglicht.