Der Business One Integrator: ein äußerst machtvolles Integrationsinstrument

– von Robert Schimansky, übernommen aus dem internen NTT DATA Business Solutions-Blog –

Im Rahmen meiner Tätigkeiten durfte ich mich gerade mit dem SAP B1i – dem Business One Integrator – beschäftigen. Dieser wird momentan vor allem für die Anbindung von mobilen Geräten und Crossgate für B1-Kunden platziert, hat aber im Grunde alles dabei, um in kleinen Projekten als Middleware eingesetzt zu werden.

Eine Installation ist eigentlich einfach – es geht hier immer noch um ein SAP-Produkt 😉 – und der Ja-Ja-Weiter-Teil ist in einer halben Stunde abgeschlossen. Es gibt den „SAP B1 8.8 INTEGRATION FOR NW”, mit dem man B1 an ein SAP-Backend anbinden kann und das „INTEGRATION FRAMEWORK FOR SME”, welches eine Standalone-Version des Integrators ist, sich aber noch im Ramp-up befindet.

Technisch gesehen handelt es sich um einen Tomcat mit der B1i-Webapp, der als Service gestartet wird.
Die Dokumentation ist beispielhaft – es gibt auf jedem Screen eine stichpunktartige Beschreibung, haufenweise PDFs, die mit dem B1i ausgeliefert werden und sogar Videos, in denen ein Mitarbeiter der SAP einfache Szenarien erklärt und vorführt.

Als spannenden Test hatte ich mir vorgenommen, ins Managed-File-Transfer-Geschäft einzusteigen und ein File-to-File Szenario aufzusetzen. Das hat auch gut funktioniert und weiter unten habe ich ein paar Screenshots platziert, die vor allem für PI- und PO-Interessierte spannend sein sollten. Kurz zusammengefasst: Die Konzepte sind ziemlich genial, die UIs hässlich und das Monitoring rätselhaft.

Es gibt ein eigenes SLD, in dem Systeme eingetragen werden. Ein System ist immer auch an eine Geschmacksrichtung von Kommunikationsprotokoll gebunden. Im Bild ist ein „Datei”-System.

Jenseits des Protokolls: In einem „Step” werden inbound und outbound Kommunikationskanäle verbunden.

BPM ist immer dabei: der „Processing”-Schritt in einem Step wird über einen SAP Bizflow definiert. Im Bild ist die einfachste Form mit Start, Transformation und Ende. Die Bizflowsprache selbst ist eine XML-Beschreibung der Abläufe, kann aber im B1i graphisch geklickt werden.

Mappings können ausschließlich über XSLT ausgeführt werden. Die einzelnen Transformationen eines bizflows kann man modernerweise per WebDAV ändern. Etwas gewöhnungsbedürftig ist, dass die zu transformierende Nachricht nicht nur die eigentliche Payload, sondern auch die Konfiguration des Inbound-Kommunikationskanals, die originale Nachricht und Logeinträge anderer Verarbeitungsschritte beinhaltet. Auf die klare Trennung von Konfiguration (rechtes Tool) und Design (linkes Tool) wie in PI wird beim B1i in großen Teilen verzichtet.

 

Ein Messagemonitoring gibt es auch, zur Fehleranalyse scheint es mir allerdings nicht gut geeignet zu sein. Ohne die Dokumentation gelesen zu haben, konnte ich zu einem Mappingfehler nicht viel mehr herausbekommen als „Es geht halt nicht”.

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