Die Zukunft der digitalen Lieferkette mit KI-Agenten

Die Zukunft der Lieferkette ist keine Vision mehr – sie ist Realität. Autonome KI-Agenten analysieren Daten in Sekundenschnelle, treffen Entscheidungen und ergreifen selbstständig Massnahmen. Echtzeitdaten von Maschinen, Fahrzeugen und Sensoren verwandeln Lieferketten in lebendige, vernetzte Systeme.

In unserer Blogreihe zeigen wir, wie NTT DATA Business Solutions KI-Agenten praxisnah und integriert in der digitalen Lieferkette einsetzt – bereit für die Herausforderungen von morgen. Entdecken Sie, warum die Frage nicht mehr lautet ob, sondern wann Sie diesen Wandel vollziehen.

Stefan Maier | August 19, 2025 | 3 min
KI-Agenten in der Lieferkette verbessern die Effizienz

Agenten übernehmen die Macht – nicht in ferner Zukunft, sondern schon heute. In der digitalen Lieferkette analysieren autonome KI-Systeme in Sekundenschnelle riesige Datenmengen, treffen Entscheidungen und ergreifen Massnahmen, ohne dass Menschen eingreifen müssen. Sensoren in Maschinen, Fahrzeugen und vernetzten Produkten liefern präzise Echtzeitinformationen aus der physischen Welt.

Diese Agenten reagieren sofort: Sie handeln Liefertermine aus, optimieren Lagerbestände und vermeiden Störungen. KI wird damit nicht nur digital, sondern auch physisch greifbar – Roboter, Fahrzeuge und Anlagen werden zu aktiven Einheiten im Netzwerk. So entsteht eine Lieferkette, die intelligent, vernetzt und selbstorganisierend ist.

Viele führende CEOs aus der Tech-Branche – darunter Satya Nadella, Christian Klein und Jensen Huang – teilen diese Vision. Auch wir bei NTT DATA Business Solutions sehen darin eine grosse Chance für uns und unsere Kund:innen. Wir sind überzeugt, dass Veränderungen nur durch das Zusammenspiel von Menschen, digitaler Intelligenz und physischer Technologie gelingen können. Dieser Wandel hat bereits begonnen.

In dieser Blog-Reihe zeigen wir, wie wir KI heute in der digitalen Lieferkette einsetzen – und warum die Frage nicht mehr lautet, ob Veränderungen kommen, sondern wann. Die Entwicklung generativer KI reicht dabei von Chatbots wie ChatGPT über unternehmensspezifische Copiloten bis hin zu autonomen Agenten, die miteinander kommunizieren. Während Copiloten unterstützen, agieren Agenten eigenständig. Aber was genau bedeutet das?

Intelligente Wareneingangskontrolle: KI-gestuetzte Automatisierung vom Werkstor bis ins Lager

Der Wareneingang birgt grosses Potenzial für Prozessoptimierungen mit KI. Vom Eintreffen des LKWs bis zur Einlagerung der Waren kann der gesamte Ablauf automatisiert werden. Die Kennzeichenerkennung (ANPR) ermöglicht die automatische Zufahrt, während Lieferdokumente per optischer Zeichenerkennung (OCR) und grossen Sprachmodellen (LLMs) erfasst und direkt im System verbucht werden. Fahrer:innen erhalten eine mehrsprachige, KI-generierte Navigation vor Ort. Bilderkennungsalgorithmen identifizieren Ladungsträger sowie alle relevanten Daten aus dem Lieferantenetikett und buchen diese automatisch ins System ein.

Der Fokus liegt auf der nahtlosen Integration in bestehende Systeme und Prozesse – nicht auf isolierten KI-Lösungen. Zwar werden Mitarbeitende von manuellen Aufgaben entlastet, ihre Expertise bleibt jedoch unverzichtbar. Human-in-the-Loop (HITL) ist weiterhin entscheidend für Qualität und Prozesssicherheit.

Intelligente Unterstützung in der Fertigung: Der Copilot für die Fertigung

In der Fertigung mangelt es häufig an Transparenz, da Informationen über Montagebereiche, Arbeitsplätze und Systeme verstreut vorliegen. Das erschwert Arbeitsabläufe, verlangsamt Prozesse und beeinträchtigt die Qualität. Eine optimierte Anzeige aller prozessrelevanten Informationen direkt in der vertrauten SAP-Fiori-Oberfläche am Arbeitsplatz sorgt für Klarheit. Zusätzlich unterstützt ein intelligenter, multimodaler Copilot die Mitarbeitenden aktiv: sprachgesteuert, kontextsensitiv und vollständig in die Systemlandschaft integriert. Er greift auf die leistungsstärksten KI-Dienste von Microsoft zurück, reduziert die Arbeitsbelastung, verbessert die Entscheidungsfindung und erhöht die Benutzerfreundlichkeit. Das Szenario lässt sich flexibel um Augmented Reality erweitern und auf weitere produktionsnahe Bereiche übertragen.

Agent-zu-Agent-Zusammenarbeit zwischen Beschaffung und Lieferkette

In modernen Unternehmen sind Beschaffungs- und Lieferkettenprozesse eng miteinander verknüpft. Isolierte Systeme und manuelle Abstimmungen führen jedoch oft zu Verzögerungen und Ineffizienzen. SAP Joule Agents und das Agent2Agent (A2A)-Protokoll ermöglichen eine nahtlose, automatische Zusammenarbeit zwischen Beschaffungs- und Lieferkettenagenten.

Stellt ein Beschaffungsagent beispielsweise einen Engpass bei einer kritischen Komponente fest, benachrichtigt er automatisch den Lieferkettenagenten. Dieser prüft in Echtzeit alternative Lieferanten, bewertet Lagerbestände und passt Produktionspläne entsprechend an.

Diese intelligente Agenteninteraktion basiert auf der SAP Business Data Cloud und dem SAP Knowledge Graph. So werden Entscheidungen stets im Kontext aktueller Geschäftsdaten getroffen. Die Integration des A2A-Protokolls ermöglicht zudem eine sichere und effiziente Kommunikation zwischen Agenten aus unterschiedlichen Systemen und von verschiedenen Anbietenden.

Auch wenn sich dieses Szenario noch in der Entwicklung befindet, steht eines fest: Die Zukunft gehört intelligenten, autonomen Systemen, die über Abteilungsgrenzen hinweg zusammenarbeiten – um Effizienz, Widerstandsfähigkeit und Geschwindigkeit in der Lieferkette zu steigern.

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