Bevor wir ins Detail gehen, beginnen wir mit den Grundlagen: Was ist die EU-Taxonomie?
Die EU-Taxonomie ist ein Klassifizierungssystem für wirtschaftliche Aktivitäten, das zu den sechs Umweltzielen der EU beiträgt, darunter das Ziel der Klimaneutralität bis 2050. Sie bietet einen Rahmen für nachhaltige Investitionen.
Die in der EU-Taxonomie aufgeführten Aktivitäten sind wissenschaftlich validiert, um festzustellen, ob sie den Klimawandel verhindern oder abschwächen. Gehaltszahlungen stehen beispielsweise nicht auf der Liste, Investitionen in Kreislaufsysteme für Verpackungen jedoch schon. Mit der EU-Taxonomie gehört Greenwashing der Vergangenheit an.
Wenn Ihr Unternehmen der CSRD unterliegt, gilt die EU-Taxonomie für Sie. Sie müssen in Ihrem Jahresbericht angeben, welcher Prozentsatz Ihrer Kosten, Investitionen und Einnahmen gemäss der Taxonomie als nachhaltig eingestuft wird.
Ihre grünen Prozentsätze
Über welche Aktivitäten müssen Sie Bericht erstatten? Über diejenigen, die:
- in der EU-Taxonomie aufgeführt sind
- die entsprechenden grünen Kriterien der EU-Taxonomie erfüllen
Sobald Sie die relevanten Geschäftsaktivitäten identifiziert haben, fassen Sie die relevanten Transaktionen zusammen, um zu ermitteln, wie viel Prozent Ihrer Ausgaben und Einnahmen nachhaltig sind. Das klingt einfach – aber hier beginnt die eigentliche Strategie.
Ermittlung nachhaltiger Transaktionen
Wie können Sie Transaktionen im Zusammenhang mit grünen Geschäftsaktivitäten so nachverfolgen, dass eine schnelle und effiziente Berichterstattung möglich ist? Für viele Unternehmen ist dies die grösste Herausforderung. Die nachträgliche Suche nach grünen Transaktionen in Ihrem ERP-System ist unpraktisch und zeitaufwendig. Ein erfolgreiches Schachspiel erfordert Strategie – Sie können es sich nicht leisten, immer einen Zug im Rückstand zu sein.
Denken Sie wie ein Experte, um die EU-Taxonomie-Nachverfolgung zu optimieren
Um voranzukommen, benötigen Sie eine vorausschauende Strategie. Legen Sie fest, wie Sie Taxonomie-konforme Aktivitäten in Ihrem ERP-System kennzeichnen. Die spezifischen zu kennzeichnenden Datenobjekte hängen von den für Ihr Unternehmen relevanten Taxonomie-Aktivitäten ab. Möglicherweise haben Sie dies bereits mit Ihrem Buchhalter besprochen oder unsere Unterstützung in Anspruch genommen. In jedem Fall ist es ratsam, sich auch mit Ihrem Wirtschaftsprüfer abzustimmen.
Fügen Sie diesen Objekten zusätzliche Felder hinzu und erweitern Sie die Funktionalität Ihres Systems, um sicherzustellen, dass Sie gekennzeichnete Aktivitäten schnell identifizieren und anreichern können. Als Nächstes sollten Sie Informationen darüber einfügen, ob und zu welchem Prozentsatz die Aktivität „abgestimmt“ ist, und Platz für zusätzliche Kommentare schaffen. Mit einer pragmatischen Berichtsstruktur können Sie die erforderlichen Informationen schnell bereitstellen.
Es ist auch wichtig festzulegen, wer diese Felder ausfüllen wird. Genauso wichtig wie die Aktualisierung Ihres Systems ist es, diesen Klassifizierungsprozess in Ihre täglichen Abläufe zu integrieren – durch Kommunikation, Schulungen und klare Anweisungen. Dieser strukturierte Ansatz ist der Schlüssel zur Einhaltung der Vorschriften.
Durch die Optimierung Ihrer Finanzstruktur können Sie effizient und effektiv über die EU-Taxonomie berichten und so Zeit und Aufwand sparen.