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NTT DATA Business Solutions Schweiz | November 15, 2022 | 5 Minuten

Digitale Transformation in der Konsumgüterindustrie

Das Angebot an digitalen Lösungen in der Konsumgüterindustrie ist vielfältig. Von der Planung bis zur Logistik – digitale Technologien können in allen Unternehmensbereichen zum Einsatz kommen und eröffnen Unternehmen zahlreiche Möglichkeiten, um aktuelle Herausforderungen zu meistern und Prozesse effektiver, effizienter und transparenter zu gestalten. Erfahren Sie in unserem Experten-Blog mehr über die Anwendungsfelder und wie auch Ihnen die digitale Transformation in der Konsumgüterindustrie gelingt.

Digitale Transformation in der Konsumgüterindustrie

Die Digitalisierung in der Konsumgüterindustrie

Keine Frage: Die Konsumgüterindustrie zählt zu einem der wichtigsten Wirtschaftszweige in Deutschland. Angesiedelt in unterschiedlichen Sektoren, vor allem in der Lebensmittelindustrie, ermöglichen uns hierzulande tausende Betriebe, viele davon mittelständisch, unseren Bedarf an Waren für den täglichen Bedarf zu decken.

Mit ihren hohen Anforderungen an Hygiene, Qualität und Verbraucherschutz sind Konsumgüter höchst komplex, die Prozesse aber prädestiniert für digitale Lösungen. Deren Implementierung erfordert eine geeignete Strategie zur digitalen Transformation – und diese gelingt am besten mit dem richtigen Partner. Als einer der weltweit führenden SAP-Partner mit Innovationskompetenz und Digital-Expertise unterstützt NTT DATA Business Solutions Unternehmen an genau den richtigen Stellen und steht Ihnen bei der digitalen Transformation zur Seite.

Anspruchsvolle Kunden einerseits, dynamische Marktverhältnisse andererseits – die Konsumgüterindustrie muss täglich so einiges ausbalancieren. Politische Regularien, die Abhängigkeit von Lieferanten und angrenzenden Branchen wie Verpackung, Logistik oder Anlagenbau setzen die Rahmenbedingungen, während die Produktentwicklung und das Qualitätsmanagement mit größter Sorgfalt sicherstellen müssen, dass die Produkte jederzeit höchsten Standards entsprechen. Die Folgen, zum Beispiel gesundheitliche Risiken bei fehlerhaften Produkten, können fatal sein.

Vorteile der digitalen Transformation in der Konsumgüterindustrie

Was spricht sonst noch für die digitale Transformation?

  • Stärkere Vernetzung und smarte Nutzung von Daten
  • Intelligente Geschäftsprozesse und optimierte Abläufe
  • Verbesserung der Produktqualität
  • Effizientere Ressourcenplanung – bei Rohstoffen und auch bei Fachkräften und Personal
  • Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit
  • Kosteneffizienz und eine bessere Planbarkeit von Produktionsprozessen

Im digitalen Dschungel die richtigen Hebel finden

Die Optionen für die Branche sind vielfältig: Auf jeder Stufe der Wertschöpfung lassen sich inzwischen digitale Tools einsetzen – das gilt für alle Fachbereiche. Die Herausforderung besteht deshalb darin, die richtigen Lösungen für Ihr Unternehmen zu finden: Welche sind für die eigenen Ziele und Voraussetzungen sinnvoll? Welchen tatsächlichen Mehrwert bringen sie und wie werden diese am besten implementiert?

Um systematisch und strukturiert vorgehen zu können, empfiehlt sich die Erarbeitung und Erstellung einer individuellen Roadmap für die digitale Transformation. So haben Management und Fachabteilungen im Unternehmen einen konkret ausgearbeiteten Plan, der dabei hilft zu entscheiden, welche Lösungen sich für die einzelnen Fachbereiche eignen, und in welchem Umfang, Zeitrahmen und in welcher Reihenfolge diese am besten eingeführt werden sollten. Von der Planung bis zur Logistik – digitale Technologien können in allen Unternehmensbereichen zum Einsatz kommen:

Anwendungsfeld 1: Digitale Tools für Planung und Prognosen

Wer Produkte herstellt, muss zu jeder Zeit wissen, was in Zukunft gefragt sein wird. Was brauchen Menschen heute, morgen und nächstes Jahr? Was sind die Trends, die unter Umständen über den Erfolg von Unternehmen entscheiden werden? Um exakt zu planen, müssen Unternehmen in der Lage sein, möglichst genaue Prognosen zu formulieren – in einer schnelllebigen Welt wie unserer nicht gerade einfach. Angesichts dynamischer Marktbedingungen sind es Daten, die hier den Unterschied machen. Erfahrungswerte vorheriger Zeiträume können ausgewertet und mit aktuellen Informationen intelligent kombiniert werden, um kommende Trends und Bedarfe genauer zu identifizieren. Mithilfe von Künstlicher Intelligenz und Prozessautomatisierung können erstellte Prognosen stetig weiterentwickelt und verbessert werden.

Auch im weiteren Planungsverlauf können digitale Technologien nützlich sein: Die Potenziale reichen von der genauen Beobachtung der Supply Chain in Echtzeit, einem besseren Überblick über die eigenen Bestände und einer langfristigen Einkaufsplanung bis hin zum werksübergreifenden Bestandsmanagement.

Anwendungsfeld 2: Erfolgsrezept für die Produktentwicklung

Angesichts sich rasch wandelnder Marktbedingungen und vielfältiger Kundenanforderungen ist das Rezepturmanagement immer komplexer geworden. Das rückt die Produktentwicklung in den Fokus der Konsumgüterindustrie. Angestrebt wird daher eine möglichst intuitive Übersicht über alle aktuellen und alten Rezepturen. Auch das ist mit den richtigen IT-Lösungen möglich. Integrierte Systeme wie SAP führen die Informationen aus den Fachbereichen zusammen, zum Beispiel Vertrieb, Einkauf, Produktion sowie Qualitätsmanagement und stellen einen transparenten Kommunikationsfluss sicher. Dadurch kann in der Produktentwicklung auf bereits bestehende und entwickelte Rezepturen und deren komplette Historie zurückgegriffen und der Aufwand für doppelte oder sogar mehrfach durchgeführte Rezeptentwicklungen vermieden werden.

Anwendungsfeld 3: Back to Basics im Vertrieb

Auch in Zeiten digitaler Lösungen und grosser Transformationen bleibt der persönliche Kontakt das Herzstück des Vertriebs. Eine enge Kundenbeziehung benötigt jedoch Zeit – und genau die können die geeigneten Technologien verschaffen. Individuelle Kundeninformationen bündeln und aufbereiten oder eine digitalisierte Betreuung von der Kontaktaufnahme bis zum Kauf – automatisierte Prozesse erleichtern den Vertrieb enorm und ermöglichen den gemeinsamen sowie mobilen Zugriff auf Informationen.

Neben dem elektronischen Datenaustausch (kurz EDI für electronic data interchange) bieten sich zur Optimierung des Gesamtprozesses beispielsweise RPA-Bots (Robotic Process Automation) an. Dabei erlernen digitale Roboter (Bots) spezifische Aufgaben, die häufig repetitiv oder zeitintensiv sind. Sie ersparen ihren menschlichen Kolleg*innen nicht nur wertvolle Zeit, sondern minimieren auch die Fehlerquote bei diesen sich häufig wiederholenden Tätigkeiten.

Anwendungsfeld 4: Optimierte Vorgänge für den Einkauf

Um Prozessoptimierung geht es auch bei der digitalen Transformation des Einkaufs. Zu den Kernaufgaben des Einkaufs gehört für einen optimalen Einkaufsprozess die Suche, Auswahl, Evaluation und Betreuung von meist zahlreichen Lieferanten. Mit den passenden SAP-Applikationen stehen hier Tools zur Verfügung, die Informationen und wichtige Dokumente wie Verträge oder Angebote zentral bündeln und mit einer modernen Benutzeroberfläche eine intuitive Bedienung ermöglichen.

Dieses transparente Beschaffungsmanagement bildet den Grundstein für einen optimalen Einkaufsprozess. Detaillierte und aussagekräftige Reportings liefern zudem alle relevanten Informationen, um Lieferanten noch besser bewerten, klassifizieren und betreuen zu können.

Anwendungsfeld 5: IoT-Technologien revolutionieren die Produktion

Das Internet of Things (IoT) ist mit der Industrie 4.0 längst in der Produktion angekommen. Auf den Shopfloors der modernen Fertigung dreht sich alles um Vernetzung – von Maschinen, Anlagen und Menschen.

Als elektronische oder mechanische Sinnesorgane erfassen Sensoren alles, was für reibungslose Abläufe wichtig ist und ermöglichen sogar eine Automatisierung dieser Prozesse. Während die smarten Anlagen untereinander kommunizieren, können sich Fachexpert*innen auf die Überprüfung konzentrieren – so werden Fehler minimiert und Ressourcen geschont.

Damit einher geht auch die intelligente Personalplanung, bei der auf Basis von Algorithmen genau bestimmt werden kann, welche Mitarbeitenden wann zur Verfügung stehen. Doch auch in der täglichen Arbeit können Technologien den menschlichen Kolleg*innen bei vielen Prozessschritten unter die Arme greifen: Digitale Werkerassistenzsysteme erleichtern die Arbeit enorm, sie verkürzen ineffiziente Wartezeiten oder Laufwege und bündeln Informationen in Echtzeit. Besonders im Trend: Virtual- sowie Augmented-Reality-Technologien.

Anwendungsfeld 6: Digitale Zwillinge optimieren das Qualitätsmanagement

Maschinen und Rechner sind sorgfältig, präzise und schnell – drei Kernaspekte, auf die es auch im Qualitätsmanagement ankommt. Ein Dreiklang, der jedoch im hektischen Produktionsalltag nur schwer zu perfektionieren ist und einen hohen zeitlichen und personellen Aufwand erfordert. Die technologische Lösung: Ein digitaler Zwilling, der alle relevanten Produktionsparameter virtuell abbildet und kontinuierlich den Ist- und Soll-Zustand miteinander abgleicht. Jegliche Abweichungen werden zeitnah festgestellt und können dadurch frühzeitig behoben werden. Das verhindert die Produktion von Fehlchargen und reduziert den Aufwand von Laboranalysen erheblich.

Bei der „smartFoodTechnologyOWL“ wird der digitale Zwilling gemäss dem Motto “Where Food Meets IT” bereits erfolgreich als Demonstrator umgesetzt – ob beim Maischen oder der Pizzateigherstellung. Als Teil der Innovationsallianz “smartFoodTechnologyOWL” entwickelt NTT DATA Business Solutions mit zahlreichen Industrie- und Wissenschaftspartnern ein effizientes und weitestgehend digitales Qualitätsmanagement für die Produktion in der Lebensmittelindustrie. Den Kern des Kooperationsprojekts bildet die Digital Twin-Technologie. Selbstlernende Algorithmen in der Cloud gleichen permanent die gemessenen Daten mit den Vorgabewerten ab, interpretieren sie in Echtzeit und lösen einen Alert bei Abweichungen aus. Integriert wird dann alles in SAP S/4HANA.

Erhalten Sie weitere Infos zum Projekt und die Antwort auf die Frage, wie der digitale „Maisch-Zwilling“ beim Bierbrauen aussieht: „Where Food Meets IT“

Anwendungsfeld 7: Effiziente und automatisierte Lagerlösungen

Mindesthaltbarkeitsdaten und Restlaufzeiten – in der Lebensmittelbranche tickt mehr als nur eine Uhr. Besonders wahrnehmbar ist das beim Lagermanagement. Schnelligkeit und höchste Effizienz sind gefragt, damit Waren rechtzeitig ausgeliefert werden können. Digitale Hilfsmittel wie Scanner, Brillen und Sprachsteuerungs-Funktionen helfen dabei, die Produkte effektiv zu erfassen, zu sortieren und versandfertig zu machen. Die Sammlung solcher Daten stellt eine vertrauensvolle Transparenz her und ermöglicht eine Übersicht über aktuelle Lagerbestände und Chargen, die für eine optimale Lagersteuerung genutzt werden kann.

Doch auch bei der Ein- und Auslagerung sind Technologien gefragt, um die Effizienz im Lager zu steigern – das automatische Scannen von Barcodes erspart beispielsweise aufwendige manuelle Tätigkeiten. Unser Indoor Lokalisierungssystem „loopa“ verbucht unter anderem die Warenbewegungen in Echtzeit und vermeidet dadurch die manuelle Pflege und zeitaufwendige Suche von Chargen im Lager.

All diese Unternehmensbereiche sind in den für die Konsumgüterindustrie charakteristischen End-to-End-Prozessen stark miteinander verzahnt. Für den grossen Gesamtüberblick und gesteigerte Effizienz eignen sich insbesondere die cloudbasierten Lösungen von SAP. Die notwendige Expertise und passgenauen Add-Ons für spezifische Branchenanforderungen bringt NTT DATA Business Solutions mit und macht so Unternehmen aus den Bereichen Lebensmittel, Verbrauchsgüter sowie allen weiteren Sparten und Branchen fit für die digitale Transformation.

11 Fragen - 11 Antworten: So gelingt der Lebensmittelindustrie die digitale Transformation

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