Blogreihe: Change erfolgreich umsetzen

Change-Storytelling: Der Schlüssel zur erfolgreichen Transformation

Das nächste Transformationsprojekt steht in den Startlöchern? Jede Veränderung bringt Herausforderungen mit sich. Diese lassen sich gut mit einer Reise vergleichen: Um ans Ziel zu gelangen, müssen Etappen durchlaufen und Herausforderungen gemeistert werden – manchmal auch ungeplant. Damit diese Reise gelingt, braucht es eine klare Route, erfahrene Wegbegleiter:innen und eine gute Vorbereitung.

In diesem Blogbeitrag zeigen wir, wie eine gut aufgebaute Change Story aussieht und welche zentrale Rolle Storytelling bei der erfolgreichen Umsetzung von Veränderungen spielt.

Julia Exner | August 21, 2025 | 4 min

Information allein ist keine Kommunikation

In Veränderungsprozessen reicht es nicht, einfach nur Informationen weiterzugeben. Entscheidend ist, diese Informationen so aufzubereiten, dass sie verständlich, transparent und auf die jeweiligen Zielgruppen abgestimmt sind. Genau hier liegt der Unterschied zwischen reiner Informationsweitergabe und echter Kommunikation.

Viele Change-Initiativen scheitern, weil Kommunikation zu spät, zu einseitig oder zu abstrakt erfolgt. Häufig werden Informationen lediglich von oben nach unten durchgegeben – ohne Dialog, ohne Kontext, ohne die Perspektiven der Mitarbeitenden zu berücksichtigen. Statt aktiver Beteiligung entsteht Unsicherheit. Fragen bleiben unbeantwortet, Flurfunk und Gerüchte füllen die Lücken. Das kann Widerstand auslösen oder im schlimmsten Fall zum Scheitern des Projekts führen.

Um das zu verhindern, ist es entscheidend, Kommunikation von Beginn an bewusst zu gestalten – mit klaren Botschaften, Dialogformaten und einem offenen Ohr für Rückfragen und Feedback.

Timing ist alles: Kommunikation entlang der Veränderung

Ein weiterer zentraler Erfolgsfaktor ist das richtige Timing. Nicht jede Information muss sofort kommuniziert werden – aber zur richtigen Zeit sollte sie unbedingt verfügbar sein. Mitarbeitende durchlaufen in Veränderungsprozessen verschiedene emotionale Phasen: von Überraschung und Unsicherheit bis hin zur Akzeptanz und Integration. Diese Phasen verlaufen individuell, und Kommunikation sollte diesen Prozess aktiv begleiten.

Führungskräfte spielen hierbei eine Schlüsselrolle. Sie müssen Informationen aus verschiedenen Quellen – etwa dem Intranet, internen Newslettern oder Mitarbeitendenmagazinen – bündeln, konkretisieren und zielgerichtet weitergeben. Dabei gilt es, relevante Inhalte entlang der einzelnen Projektphasen aufzubereiten und zu kommunizieren. Nur so entsteht Transparenz – und damit auch Vertrauen.

Was zeichnet eine gute Change Story aus?

Eine starke Change Story ist mehr als nur ein Kommunikationsmittel – sie ist der rote Faden, der Orientierung gibt. Sie erklärt den Sinn und Zweck des Projekts, macht komplexe Zusammenhänge verständlich und zeigt, wohin die Reise geht. Und sie tut dies auf eine Art und Weise, die Menschen emotional erreicht.

Eine gute Change Story beantwortet unter anderem folgende Fragen:

  • Was ist das Ziel des Projekts und wen möchten wir erreichen?

  • Welche Rolle spielen die einzelnen Beteiligten?

  • Welche Projektphasen stehen an und was passiert konkret als Nächstes?

  • Wo finden Mitarbeitende weiterführende Informationen?

  • Was verändert sich durch das Projekt – und wann genau?

Wichtig ist, dass die Change Story nicht einfach nur in einem Dokument verfasst wird. Sie sollte durch verschiedene Formate lebendig werden: Workshops, Interviews, Town Hall Meetings, Gesprächsrunden oder digitale Feedbacktools können dabei helfen, den Dialog zu fördern und Fragen frühzeitig zu klären.

Storytelling ist ein mächtiges Instrument in der Veränderungskommunikation. Es schafft Verbindung, weckt Emotionen und macht abstrakte Inhalte greifbar. Anstatt Zahlen, Prozesse und Ziele nüchtern zu präsentieren, erzählt Storytelling von einer gemeinsamen Reise – mit Herausforderungen, Erfolgen und einem klaren Zielbild.

Eine gut erzählte Change Story vermittelt nicht nur Informationen, sondern inspiriert. Sie zeigt, warum Veränderung notwendig ist, wie der Weg dorthin aussieht und welche Rolle jede:r Einzelne dabei spielt. Dadurch wird Veränderung nicht als Bedrohung, sondern als Chance erlebt.

Gleichzeitig hilft Storytelling dabei, Rollen und Verantwortlichkeiten transparent zu machen, wichtige Stakeholder frühzeitig einzubinden und das „Big Picture“ im Blick zu behalten.

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