Cloud richtig gemacht: Familienunternehmen wechselt zu SAP Cloud ERP

Ein 20 Jahre altes ERP-System, stark individualisierte Prozesse und eine Cloud-Lösung, die kaum noch zeitgemäss war – für den Batteriehersteller Banner war es höchste Zeit für einen Generationswechsel in der IT. Das Ziel: höhere Kosteneffizienz, geringere Komplexität und ein schnellerer Zugang zu datengestützten Entscheidungen. Auf der Suche nach einem zukunftssicheren Cloud ERP entschied sich das Unternehmen für SAP S/4HANA.

NTT DATA Business Solutions | September 9, 2025 | 4 min
Aufnahme einer vielfältigen Gruppe von Geschäftsleuten

Die Ausgangssituation: Hochkomplexe Prozesse in einer schwachen Cloud-Lösung

Warum fühlt sich Banner als mittelständisches Unternehmen mit SAP am wohlsten? Warum fiel die Wahl auf SAP Cloud ERP (Public Cloud ERP)? Und wie konnte NTT DATA Business Solutions als Implementierungspartner überzeugen?

Fast zwei Jahrzehnte lang arbeitete Banner mit dem ERP-System Oxaion. Im Laufe der Jahre wurden die Prozesse mehrfach angepasst, kundenspezifische Entwicklungen machten das System jedoch zunehmend komplex und schwer wartbar. Zwar erfolgte vor einigen Jahren der Umstieg auf die Cloud-Version des Anbieters – doch das Ergebnis blieb hinter den Erwartungen zurück. „Viele Funktionen gingen nach der Umstellung verloren, und der Hersteller konnte uns keine überzeugende Antwort auf die Zukunft des Produkts geben“, berichtet Werner Töpfl, CEO von Banner.

Ein weiterer Auslöser für den ERP-Wechsel als strategisches Top-Projekt war die hohe Abhängigkeit von einer kleinen Zahl interner und externer Expert:innen. Im Gegensatz zu global etablierten ERP-Marken war das alte System wenig verbreitet – neue Mitarbeitende verfügten kaum über Vorkenntnisse, während viele interne ERP-Kenner:innen das Unternehmen bereits verlassen hatten. Auch das externe Ökosystem an Dienstleistern war begrenzt, was die Risiken für die Geschäftskontinuität zusätzlich erhöhte.

Über das Unternehmen

Die Banner GmbH ist ein führender europäischer Hersteller von Batterielösungen und wurde mehrfach ausgezeichnet. Das 1937 in Vorarlberg, Österreich, gegründete Familienunternehmen ist stetig gewachsen und beschäftigt heute rund 750 Mitarbeiter:innen an 22 internationalen Standorten. Der Umsatz belief sich 2023 auf 302 Millionen Euro. Banner konzentriert sich auf zwei Schlüsselmärkte: Energy Solutions und Automotive.

Um seinen Wachstumskurs auch in Zukunft fortzusetzen, investiert Banner nicht nur in Produktinnovationen und nachhaltige Technologien, sondern auch in die Prozessoptimierung und die Modernisierung der eigenen IT-Infrastruktur – als Grundlage für Wachstum und Wettbewerbsstärke.

Die Entscheidung für ein cloudbasiertes ERP-System

Die Entscheidung für SAP Cloud ERP fiel Banner leicht: Als mittelständisches Unternehmen zählt IT nicht zu den Kernkompetenzen. Betrieb und Wartung sollten daher direkt vom ERP-Anbieter übernommen werden – inklusive automatischer Updates und Weiterentwicklungen, die zusätzlich zur Kosteneffizienz beitragen. Ebenso wichtig war die Möglichkeit, das System bei Bedarf flexibel zu skalieren.

Das Ziel: Spitzentechnologie nutzen und dabei den internen IT-Aufwand so gering wie möglich halten. Ein leistungsstarkes Cloud-ERP-System bietet genau diese Vorteile. Nach den bisherigen Erfahrungen entschied sich Banner bewusst für einen etablierten, internationalen Anbieter mit einem grossen Partner-Ökosystem. Der definierte Anforderungskatalog reduzierte die Auswahl auf fünf Kandidaten – und SAP mit S/4HANA ging klar als Favorit hervor.

Vergleich von SAP, Microsoft und Oracle

Geschäftsfrau arbeitet am Laptop-Bildschirm im Büro

Warum SAP?

Die Kosten waren für Banner ein entscheidender Faktor: „SAP gilt als teuer – doch dank des Public-Cloud-Ansatzes hat sich das für uns nicht bestätigt“, betont Werner Töpfl. Funktionen, Service und Betriebsmodell überzeugten auf ganzer Linie.

Eine weitreichende Automatisierung beschleunigt Prozesse, senkt Kosten und steigert die Kundenzufriedenheit. KI-gestützte Echtzeitanalysen schaffen zudem die Basis für weitere Einsparungen, die Optimierung des Geschäftsmodells und eine höhere Entscheidungsqualität in nahezu allen Unternehmensbereichen.

Public vs. private Cloud


Banner entschied sich bewusst für den Wechsel zu SAP Cloud ERP (Public Cloud ERP). Mit der GROW with SAP Journey lässt sich die Einführung innerhalb weniger Monate realisieren. Zwar bietet die Public-Cloud-Variante weniger individuelle Anpassungsmöglichkeiten als SAP Cloud ERP Private, doch genau das entspricht der Strategie von Banner: Durch die Rückführung der Prozesse auf den Standard sinkt die Komplexität, der Support wird personenunabhängig einfacher und zusätzliche Kosten werden vermieden. Insgesamt liegen die Gesamtkosten deutlich unter denen einer Private-Cloud-Lösung.

Auch Sicherheitsbedenken im Zusammenhang mit der Public Cloud teilt Banner nicht. „Die Daten werden zwar auf derselben physischen Infrastruktur gehostet, aber strikt voneinander getrennt gespeichert“, erklärt Werner Töpfl. Zudem setzt SAP auf modernste Sicherheitstechnologien und erfüllt höchste Standards – ein Niveau, das Banner selbst niemals in dieser Qualität gewährleisten könnte.

Weisse SAP- und NTT DATA-Flaggen

NTT DATA Business Solutions: Hauptsitz in Bielefeld, Deutschland.

Den richtigen Implementierungspartner finden

Nachdem die Entscheidung für SAP gefallen war, stand die Wahl des richtigen Implementierungspartners im Mittelpunkt. Gefordert waren umfassende Erfahrung mit SAP Cloud ERP, nachweisbare Referenzprojekte in der Public Cloud sowie spezifische Branchenexpertise – schliesslich war die Prozessoptimierung ein zentrales Ziel der Umstellung. NTT DATA Business Solutions erfüllte all diese Anforderungen.

Im Vergleich zu anderen Anbietern überzeugte NTT DATA Business Solutions zudem mit internationaler Stärke und gleichzeitig einer in Deutschland verankerten Unternehmensführung. „Die Vertragsgestaltung ist mit einem deutschen Partner einfacher“, betont Werner Töpfl. „Zudem hatten wir den Eindruck, dass NTT DATA Business Solutions als mittelständisch geprägter Partner kürzere Entscheidungswege hat und flexibler auf unsere Bedürfnisse eingeht. Unsere Anforderungen wurden sofort besser verstanden.“

Projektvorbereitung

Das Projekt setzt Banner gemeinsam mit einem interdisziplinären Team aus eigenen Mitarbeitenden sowie Berater:innen von SAP und NTT DATA Business Solutions um – auf Basis der bewährten SAP Activate-Methodik.

Noch vor Vertragsunterzeichnung wurde der mögliche Umfang der Implementierung in Scoping-Workshops im Rahmen der NTT DATA Customer Journey definiert. Anschliessend wurden die Ergebnisse mit SAP Best Practices abgeglichen und im Digital Discovery Assessment Tool von SAP dokumentiert.

Bei der Transformation der veralteten Prozesse zeigte sich, dass die meisten Anforderungen bereits durch das Standardsystem abgedeckt werden konnten: Von 193 Standardprozessen erforderten lediglich 23 zusätzliche Anpassungen. Zunächst erfolgt die Implementierung der Kernfunktionen, weitere Optimierungen werden im laufenden Betrieb schrittweise ergänzt.

Erfahrungen

Werner Töpfls Tipps für Unternehmen, die ihre SAP-Cloud-ERP-Reise beginnen:

  • Den richtigen Partner wählen: Es gibt grosse Unterschiede zwischen Beratungsunternehmen. Nicht jede SAP-Berater:in verfügt über Erfahrung mit Cloud ERP. Daher lohnt es sich, Zeit in die Evaluierung zu investieren und gezielt detaillierte Fragen zu stellen.

  • Gründliche Vorbereitung: Scoping-Workshops und die NTT DATA Customer Journey waren für uns zentrale Meilensteine, die endgültige Klarheit über das Projekt gebracht haben. Ein weiteres Schlüsselelement ist die Dokumentation der künftigen Best-Practice-Prozesse im SAP Digital Discovery Assessment Tool.

  • Mitarbeitende einbeziehen: Nehmen Sie Bedenken ernst und binden Sie interne Teams frühzeitig ein. So entsteht die nötige Akzeptanz für das neue ERP-System – eine wichtige Voraussetzung für Produktivitätssteigerungen.

  • „SAP First“ leben: Ein einheitliches IT-Ökosystem ermöglicht es, digitale Vorteile voll auszuschöpfen. Unser Ziel ist es daher, möglichst viele Prozesse in SAP abzubilden und bestehende Drittanbieter-Lösungen nach und nach durch SAP-Produkte zu ersetzen.

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